Digitalisierung & Innovation

07.12.2022

Erstes smartes Park­leit­system als Pilot­projekt auf der König­straße

Es ist ein einfaches und unmissverständliches System: Die grüne Farbe auf dem Smartphone-Bildschirm kennzeichnet die freien Parkplätze und die rote Farbe zeigt an, wo bereits ein Auto steht. Über die kostenlose App „CityPilot“ können Krefelderinnen und Krefelder zukünftig freie Parkplätze auf der Königstraße in Echtzeit finden und gezielt anfahren.

Das Wirtschaftsdezernat der Stadt richtet gemeinsam mit der Stabstelle Innenstadtkoordination damit Krefelds erstes smarte Parkleitsystem ein, das Bürgerinnen und Bürger zukünftig bei der Parkplatzsuche unterstützen wird.

Das Pilotprojekt könnte Vorreiter für andere Innenstadtbereiche werden, erklärt Chief Digital Officer (CDO) Markus Lewitzki: „Wir haben uns die Königstraße als Straßenzug für unser Pilotprojekt ausgesucht, weil es eine der starkbefahrensten Straßen bei der Parkplatzsuche in der Innenstadt ist. Das Pilotprojekt soll uns wichtige Erfahrungswerte mit Hard- und Software für das Parkraummanagement sowie Daten zu Parkbedarfen und -Gewohnheiten liefern.“

Die Parkplatzmessung erfolgt durch kleine schwarz-gelbe Sensoren, die auf der Königstraße installiert wurden. Wird der jeweilige Parkplatzsensor von einem Auto abgedeckt, erkennt er dies und  in der App springt die Anzeige auf Rot. Nummernschilder oder Personendaten werden auf diesem Weg nicht erfasst. „Wir können diverse statistische Daten zur Nutzung der Stellplätze auf der Königstraße ermitteln. Das wird uns bei weiteren Planungen helfen. Gleichzeitig schaffen wir einen digitalen Service für die Stellplatzsuche auf einer der beliebtesten Einkaufsstraßen“, führt der CDO aus.

Zum Pilotprojekt dazu gehört daher eine digitale, smarte Anzeigetafel, die im kommenden Jahr am Ostwall, Ecke Markstraße installiert werden soll. Diese zeigt in Echtzeit an, wie viele Parkplätze auf der Königstraße noch verfügbar sind. Ist die Anzeige bei „Null“ können die Autofahrer direkt in das Behnisch-Parkhaus einfahren oder das Parkhaus am Kaufhof aufsuchen.

Innenstadtkoordinator Thomas Brocker hofft durch das smarte Pilotprojekt, auch die Aufenthaltsqualität auf der Königstraße zu erhöhen. „Stop-and-Go ist hier ein großes Thema. Das erzeugt Lärm, Abgase und ist für Fußgänger, die zum Bummeln in die Stadt gekommen sind, und für Radfahrer unangenehm. Außerdem schadet es dem Klima“, sagt er. Grundsätzlich wünscht sich Brocker, dass Parkhäuser in Krefeld mehr Anerkennung durch die Autofahrerinnen und Autofahrer erhalten, führt er aus: „Hier sind vorhandene Parkflächen, die ohne eine große Suche erreicht werden können. Es braucht kein Rumgekurve.“

Die Erfahrungswerte des Pilotprojektes sollen zukünftig helfen, weitere passende Parksysteme nach Krefeld zu bringen. Auch in Quartieren können sich Brocker und Lewitzki ähnliche Lösungen vorstellen. „  Intelligente Parksysteme sind ein wichtiger Baustein für die digitalisierte Mobilität. “, erklärt Lewitzki. Das Pilotprojekt ist auch dafür da, um bei Krefelderinnen und Krefeldern für neue Digitalformate zu werben. „So ein System macht natürlich nur Sinn, wenn es auch angenommen wird“, führt er aus. Die Park-App ist kostenlos unter dem Stichwort „CityPilot“ im App Store oder bei Google Play verfügbar.

Finanziert wurde Krefelds erstes smarte Parksystem im öffentlichen Raum durch Gelder aus dem städtischen Smart City-Budget. Auch weiterhin können Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Innenstadtakteure oder Fachbereiche hier Ideen einreichen, die Krefeld als Smart City nach vorne bringen. Ausgewählte Projekte können mit Innovationsbudget als Testläufe umgesetzt werden. Gemeinsam mit der SWK (Stadtwerke Krefeld) sollen zukünftig weitere Smart-Parking-Lösungen in Krefeld pilotiert werden.

 

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

 

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