Markus Lewitzki
CDO der Stadt Krefeld
Teamleiter Smart City
markus.lewitzki@krefeld.de
Tel. 02151 86-1085
Digitalisierung & Innovation
02.11.2022
Es werde Licht! Straßenbeleuchtung für die intelligente Stadt
Städte wie Krefeld stehen vor großen Herausforderungen, insbesondere in den Bereichen Umwelt und Energie. Die Lebensräume verändern sich, Ressourcen müssen geschont werden, digitale Lösungen sind gefragter denn je. Das gilt auch für die Beleuchtungskonzepte in der Stadt. Funkvernetzte Systeme tragen dazu bei, die Effizienz in der Wartung zu steigern und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.
Licht schafft aber noch mehr. Das richtige Licht dort, wo und wann es benötigt wird, sorgt für Sicherheit und Vertrauen der Menschen in der Stadt. Die Digitalisierung der städtischen Infrastruktur durch vernetzte Beleuchtungssysteme trägt dazu bei, die Effizienz in der Wartung der Beleuchtung zu steigern und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Dabei stehen Parks, Straßen und Plätze, Fußgängerüberwege sowie öffentliche Gebäude im Mittelpunkt. Hier kann künftig die gesamte Beleuchtung ferngesteuert und überwacht werden. Gleichzeitig werden Lichtausfälle sofort erkannt und Wartungsarbeiten effizient geplant und durchgeführt.
„Durch die Umrüstung auf LED- und vernetzte Beleuchtung leisten wir als Stadt einen messbaren Beitrag zum integrierten Klimaschutzkonzept Krefeld Klima 2030“, erklärt Marcus Beyer, Dezernent für Planung, Bau und Gebäudemanagement und für die Stadt Krefeld für das Projekt verantwortlich, und ergänzt: „Gleichzeitig schaffen wir mehr Sicherheit im öffentlichen Raum und können flexibel auf Situationen reagieren. Wir sehen in den ‚intelligenten Laternen‘ als optimierte Infrastruktur einen Beitrag hin zur Entwicklung Krefelds zur Smart City.“ Diesen Vorteil sieht auch Markus Lewitzki, Chief Digital Officer (CDO) der Stadt Krefeld: „Eine smarte City ist auf intelligent vernetzte Infrastruktur angewiesen. ‚Smart‘ heißt im Fall der Beleuchtung, dass wir damit mehrere Ziele gleichzeitig erreichen können: Wo früher nur flächendeckend ‚an‘ oder ‚aus‘ möglich waren, können wir jetzt sowohl das Sicherheitsgefühl der Bürger:innen stärken als auch durch kluge punktuelle Ausleuchtung Kosten einsparen und ‚Lichtverschmutzung‘ minimieren. So nutzen wir unsere städtischen Ressourcen effizient und zukunftssicher."
Was bedeutet das konkret? Ein Beispiel: Bahnhöfe und deren Umfeld werden in den dunklen Abendstunden häufig als Angstraum wahrgenommen. Mit einer optimalen Beleuchtungstechnik wird den Bürgerinnen und Bürgern ein sichereres Gefühl vermittelt. Denkbar ist es auch, die Lichtstärke bei besonderen Ereignissen wie Fußballspielen oder Unfällen im öffentlichen Raum zu erhöhen.
Innovatives Beleuchtungskonzept in Krefeld
Die Stadt Krefeld plant gemeinsam mit der NGN NETZGESELLSCHAFT NIEDERRHEIN MBH eine digitale, zukunftssichere und nachhaltige Straßenbeleuchtung. Grundlage dieser Strategie ist ein Systemwechsel der zukünftigen Leuchtstellen an das vorhandene Niederspannungsnetz. Dieser Anschluss bietet technische und wirtschaftliche Vorteile. Es ist möglich, die Straßenbeleuchtung situativ zu verändern und die Lichtqualität nach Bedarf zu steuern oder zu dimmen.
Die NGN als Betriebsführer der öffentlichen Straßenbeleuchtung für die Stadt Krefeld hat bisher in der Pilotphase 550 funkvernetzte Leuchten an ausgewählten Straßen, Fußgängerüberwegen sowie der Radwegpromenade eingesetzt. Gleichzeitig werden die Betriebseigenschaften der Leuchten und weitere smarte Lichtanwendungen sowie Mehrwertdienste auf der Teststrecke der NGN auf dem SWK-Gelände in der St. Töniser Straße geprüft. Und das mit guten Ergebnissen.
„Die Leuchten bieten mit offenen, standardisierten Schnittstellen zukunftsorientierte Lösungsmöglichkeiten für eine breite Palette an Smart-City-Diensten an. Hier sind in Zukunft Parkraum- und Verkehrsdatenüberwachung oder die Erfassung von Umweltdaten denkbar“, erklärt NGN-Geschäftsführer Hans-Werner Leenen. „Es wäre künftig möglich, eine bedarfsgerechte Steuerung des Lichtniveaus mit individuellen Dimmprofilen aufzubauen oder eine manuelle Regulierung einzubinden.“ Und NGN-Geschäftsführer Christof Epe ergänzt: „Mit diesem System sind wir für die Anforderungen in der Zukunft bestens gerüstet.“
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