Digitalisierung & Innovation

16.03.2023

Müll­container werden mit Füll­stand-­Sensoren ausgestattet

Kennen Sie das? Sie möchten Altpapier oder Altkleider entsorgen, aber am Container stellen Sie fest: Alles voll, nichts passt mehr rein. Wie ärgerlich. Wäre es nicht praktisch schon vor dem Weg zum Container zu wissen, ob noch Platz ist? Und wenn auch der Entsorgungsbetrieb wüsste, wann ein Container voll ist, um ihn rechtzeitig zu leeren? Um das zu wissen beziehungsweise tun zu können, müssen an der Sammelstelle entsprechende Daten erhoben und über eine leistungsfähige digitale Infrastruktur übermittelt werden.

In Hüls testen die SWK Stadtwerke Krefeld AG gemeinsam mit der Entsorgungsgesellschaft GSAK und dem KBK (Kommunalbetrieb Krefeld AöR) nun genau das. Am Entsorgungsbehälter erfassen Sensoren Daten zu Standort, Temperatur, Gewicht etc. und übermitteln sie über Antennen und die Funktechnologie LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) auf eine Internet-Seite. Dort werden sie visualisiert, z. B. in Form von Ampeln, um einen Zustand anzuzeigen. LoRaWAN eignet sich deshalb so gut, weil Daten auch an versteckten oder schwer zugänglichen Orten, wie etwa dem Inneren eines Containers, ohne externe Stromversorgung erfasst und über große Entfernungen übertragen werden können.

16 Altkleider- und sieben Papiercontainer in Hüls wurden in den vergangenen Wochen mit LoRaWAN-Sensoren ausgestattet. Über einen QR-Code am Container oder die Website swk-connect.de können die aktuellen Füllstände abgefragt werden. Rot bedeutet: Der Container ist voll und wird in Kürze von der GSAK geleert. Gelb bedeutet, dass noch ein wenig Platz ist. Und bei Grün ist im Container noch ausreichend Platz auch für größere Mengen Papier oder Altkleider. Im Moment läuft das Pilotprojekt nur in Hüls. Nach der Pilotphase wird ausgewertet, wie auch zukünftig ein smarter Mehrwert für die Nutzenden und beteiligte Unternehmen geschaffen werden kann.

 

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