Markus Lewitzki
CDO der Stadt Krefeld
Teamleiter Smart City
markus.lewitzki@krefeld.de
Tel. 02151 86-1085
Digitalisierung & Innovation
13.07.2023
Smart Secure City: Im Katastrophenfall schnell reagieren
Eine Smart City hat auch die Sicherheit der Bewohner:innen zum Ziel, um das städtische Leben subjektiv und objektiv sicherer zu machen. SMARTKREFELD unterstützt daher Bestrebungen zur Schaffung eines attraktiven und sicheren öffentlichen Raums, indem digitale Lösungen eingesetzt werden. Dazu gehört insbesondere auch der Katastrophenschutz, bei dem es jetzt eine technische Neuerung in Krefeld gibt: Die Krefelder Feuerwehr gehört nun zu einer von sechs Pilotbehörden, die mit ihren Einsatzleitsystemen an die zentrale Vernetzungsplattform „VIDaL“ angebunden werden. Die Abkürzung steht für „Visualisierung von Informationen zur Darstellung der Landeslage“. Dabei handelt es sich um eine technische Plattform, die im Auftrag des Innenministeriums konzipiert und realisiert wird. Diese ermöglicht es, dezentrale Lagemanagement- und Einsatzleitsysteme zu vernetzen und lagerelevante Informationen auszuwerten, und zwar sowohl landesweit als auch ebenen- und systemübergreifend. Auf dieser Basis entstehen Lagebilder.
Im Katastrophenfall schnell reagieren durch automatische Datenübermittlung
Aufbauend auf einem „offenen“ Standard, das heißt mit der Möglichkeit eines ebenen- und systemübergreifenden Austauschs, ermöglicht die Plattform die Auswertung unterschiedlicher dezentraler Daten „in einer Lage“, also zwischen den Akteuren im Brand- und Katastrophenschutz. Lagerelevante Daten werden dafür gesammelt und ausgewertet, etwa die Verfügbarkeit von Ressourcen, also Einsatzmitteln wie Fahrzeugen, Geräten, Materialien, die Verfügbarkeit von Einheiten, Informationen zu den an die Aufsichtsbehörden meldepflichtigen Ereignissen oder Angaben zu Großeinsatzlagen und Katastrophen.
Neben Krefeld gehören die Städte Düsseldorf, Essen und Gelsenkirchen sowie der Kreis Herford und der Rhein-Sieg-Kreis zu den Vorreitern. Diese wurden vom Land für die in den Behörden anfallenden Entwicklungskosten mit einem Förderprogramm unterstützt. „In Krefeld konnten wir bei der Fördermittelakquise auf die Expertise und das Engagement des Wirtschaftsdezernats bauen. Die Kolleginnen und Kollegen haben uns beim Antragsprozess unterstützend zur Seite gestanden. Hieran zeigt sich erneut, dass wir viel Gutes für die Stadt erreichen können, wenn wir im Konzern Stadt ‚Hand in Hand‘ zusammenarbeiten“, betont Cigdem Bern, zuständige Dezernentin für Personal, Organisation, Recht, Bürgerservice und Feuerwehr. Wirtschaftsdezernent Eckart Preen erklärt: „VIDaL ist ein weiterer wesentlicher Baustein für ‚Smart City Krefeld‘. War bisher noch eine manuelle Meldung per E-Mail oder Fax an die vorgesetzten Behörden notwendig, werden sämtliche Daten jetzt automatisiert bereitgestellt.“
VIDaL hat zahlreiche Vorteile: Im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen und in den Bezirksregierungen – als oberste Katastrophenschutzbehörden – bildet die Plattform eine zukunftsfähige IT-Infrastruktur, die die Mitarbeitenden im Katastrophenschutz strukturell, effizient und nahtlos vernetzt. Darüber hinaus ermöglicht es automatisierte, vereinheitlichte und schnelle Lagemeldungen und Informationsauswertungen, eine verbesserte Datenqualität durch automatisierte Einsatztechnik sowie offene Standards für die Einbeziehung weiterer Nutzerkreise und Daten.
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