Service & Standort

10.11.2025

175 Jahre Modehaus SiNN – Traditions­haus bekennt sich klar zum Standort Krefeld

Verlängerung des Mietvertrages in der „Samt- und Seidenstadt“ um ein weiteres Jahrzehnt

Das Modehaus SiNN feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Bestehen. Bereits 1850 eröffneten die Gebrüder Sinn das erste Ladengeschäft in Köln. Nur wenige Jahre später, 1864, folgte die Filiale in der „Samt- und Seidenstadt“ Krefeld, konkret in der Hochstraße 93. Heute ist die Krefelder SiNN-Filiale an der Hochstraße 89 bis 93 sowie 97 auf rund 5.500 Quadratmetern verortet. Als feste Größe in der Innenstadt bietet das Unternehmen mit 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „Mode für die Mitte“. Das Sortiment reicht von modischer Damen-, Herren- und Kindermode bis hin zu einem hochwertigen Wäschesortiment. Dass dies auch in den nächsten zehn Jahren so bleibt, dafür sind die Weichen gestellt. Der Mietvertrag ist um ein weiteres Jahrzehnt von den Entscheidern in der Hagener Konzernzentrale verlängert worden.

Über das klare Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort freuen sich alle Beteiligten. „Krefeld ist eine zentral gelegene Einkaufsstadt; die Menschen aus Krefeld und Umgebung finden hier –abseits der Landeshauptstadt – ein gutes, bürgerliches Angebot für Markenmode, Accessoires und Wäsche mit fachkundiger Beratung. Dafür gibt es SiNN!“, betont Philipp Reifferscheid, Geschäftsführer Vertrieb und Immobilien der SiNN GmbH. Und Anne Schmitz, Filialleiterin bei SiNN in Krefeld, hebt hervor: „Der Handel ist ein wesentlicher Motor für eine lebendige, attraktive und wirtschaftlich starke Innenstadt.“ Mit der Mietvertragsverlängerung setze SiNN auch künftig auf das Potenzial Krefelds, das unbestritten vorhanden sei, auch wenn noch an einigen Stellschrauben gedreht werden müsse, um die Innenstadt zukunftsfähig aufzustellen und das Einkaufen wieder zum Erlebnis zu machen. Zudem wolle man gemeinsam mit allen Involvierten Impulse für die Innenstadtentwicklung setzen. So sehe sich das Modehaus nicht nur als Teil des Handels, sondern auch als Partner der Stadtentwicklung. Daher ist SiNN in Krefeld Mitglied der Werbegemeinschaft, bei „Krefeld PUR“ mit von der Partie und auch bei sonstigen verkaufsoffenen Sonntagen. Um den Handel wieder attraktiv(-er) zu machen, gelte es, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt weiter zu erhöhen: durch Begrünung, Aufenthaltsflächen, Kultur- und Freizeitangebote und damit einhergehend mehr Anreize zum Bummeln und Verweilen. Ebenso wichtig sei die aktive Bekämpfung von Leerständen durch tragfähige Konzepte zur Revitalisierung und Umnutzung leerstehender Immobilien.

„Nur durch die Zusammenarbeit von Verwaltung, Politik und Handel kann Krefeld als lebenswerte Stadt mit einer resilienten Innenstadt weiterentwickelt werden“, bekräftigen Reifferscheid und Schmitz unisono. Dafür wolle man sich auch künftig mit Ideen, Engagement und Kooperationsbereitschaft in den Prozess einbringen. Das wiederum stößt auf offene Ohren von Eckart Preen, Wirtschaftsdezernent und Leiter von KREFELD BUSINESS, sowie Innenstadtkoordinator Thomas Brocker. Schließlich sieht die Stadt Krefeld im langfristigen Engagement des Modehauses ein wichtiges Signal für die Stabilität des Einzelhandelsstandortes. „SiNN ist ein zentraler Fixpunkt in der Krefelder Innenstadt – und das seit weit über 150 Jahren. Die Mietvertragsverlängerung und Standorttreue ist von großem Wert für unsere Stadt, erst recht in Zeiten, in denen der stationäre Handel immer größere Herausforderungen zu schultern hat“, erklärt Preen.

Allen Herausforderungen zum Trotz ist die aktuelle Lage in der City von einer positiven Dynamik gekennzeichnet. So verweist Brocker darauf, dass sich die Innenstadt derzeit insgesamt in einer Phase des Wandels und der Erneuerung befindet. Und sich SiNN somit in einen Reigen hoffnungsfroher Botschaften einreiht. Neben SiNN haben nämlich auch andere Filialisten wie New Yorker, H&M, Douglas und C&A erheblich in ihre Verkaufsflächen und Eigentümer in die Gebäude investiert – und damit ein klares Standortbekenntnis abgegeben. „Neue Marken wie JD Sports oder Umzüge von Rituals und Snipes in größere Einheiten sorgen für ein verbessertes Einkaufserlebnis“, so der Innenstadtkoordinator. Auch die Nahversorgung und individuelle Ergänzungsangebote entwickelten sich positiv. „REWE, Netto und Penny haben neue, moderne Standorte eröffnet. Darüber hinaus konnten über ein Landesförderungsprogramm in den vergangenen zwölf Monaten zusätzliche, teils inhabergeführte Geschäfte für die Innenstadt gewonnen werden“, berichtet Brocker. Dazu zählen eine Gewürzmanufaktur, eine Kaffeerösterei – die am 8. November 2025 eröffnen wird – Gastronomiekonzepte und Concept Stores.

Damit die skizzierte Dynamik anhalte, sei eine Steigerung der Kaufkraft in Krefeld vonnöten, so Wirtschaftsdezernent Eckart Preen. Schließlich sei die Innenstadtentwicklung aus wirtschaftlicher Perspektive eng mit der Wohnraumentwicklung verknüpft. „Wertiger Einzelhandel siedelt sich dort an, wo Kaufkraft ist – und Kaufkraft dort, wo das Wohnangebot attraktiv ist. Das steht in direkter Wechselwirkung“, so Preen, der postuliert: „Wir müssen in der kommenden Legislaturperiode alles daransetzen, durch neue, hochwertige Wohnangebote – und zwar sowohl in der Innenstadt als auch in den Stadtteilen – die Kaufkraftkennziffer zu verbessern.“ Denn mit einer stärkeren Kaufkraft steige auch die Attraktivität der Stadt für neue Filialisten und inhabergeführten Geschäfte – ein Kreislauf, von dem Handel, Stadtbild und Lebensqualität gleichermaßen profitieren.“ Krefelds Herausforderung liege daher darin, seine hervorragende Lage im „Speckgürtel“ von Düsseldorf stärker als bisher zu nutzen.

 


Bildzeile (v.l.n.r.):
Freude über die Mietvertragsverlängerung von SiNN in Krefeld bei Thomas Brocker (Innenstadtkoordinator, Stadt Krefeld), Anne Schmitz (Filialleiterin, SiNN Krefeld) und Eckart Preen (Wirtschaftsdezernent und Leiter von KREFELD BUSINESS). Urheberin: Jasmin Bailer, Nutzungsrechte: KREFELD BUSINESS

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